Nacktkultur ist im Gegensatz zu einfacher, natürlicher Nacktheit eine an Regeln gebundene, kultivierte Nacktheit.
Die Anfänge gehen zurück bis Mitte des 19. Jahrhunderts und sind im Zusammenhang mit der Lebensreformbewegung in Deutschland zu sehen. Es waren vor allem gesundheitliche aber auch rassistische, völkische und hedonistische Überlegungen und Strömungen, die darin ihren Ausdruck fanden.
Der Begriff Nacktkultur wurde erstmals durch den Sachse, Dr. phil Heinrich Pudor im Buch Nackt-Kultur von 1906 geprägt.
Besonders schamgeprägte, körperfeindliche, konservativ-prüde bis gymnophobe Menschen sehen in Nacktheit oft etwas Perverses und äußern sich dann auch entsprechend darüber.