Vorbemerkung
Viele von uns können noch rennen, die meisten können noch gehen. Dabei machen wir uns meist wenig bis keine Gedanken darum, wie wir dies tun.
Paradieslaufen hat sich zur Aufgabe gemacht, vor allem das Rennen (Ausdauerlauf, Joggen) aber auch das Gehen bewusst so zu gestalten, dass es - exakt auf denjenigen abgestimmt - maximale Freude und Genuss bereitet. Es gibt hier ein einziges Muss: Es muss sich richtig gut anfühlen, als Vorfreude davor, und dann während und in seiner Auswirkung auch danach.
Dazu gibt es Tipps und Erfahrungswerte, wie man vieles verbessern kann. Was zu den persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten am besten passt, sollte dann jeder selbst erkunden – und/oder sich Rat bei erfahrenen Paradiesläufern holen.
Wer nun schnell sagt, das sei nichts für ihn, der erklärt damit, dass sich wohlfühlen nichts für ihn ist. Wer sagt: Alles gut und schön, aber ich kann nicht joggen, bin zu alt, zu dick, zu lange schon nicht mehr gelaufen, ein Wehwehchen hier, ein Wehwehchen da, der liegt einfach falsch damit!
Der Mensch ist ein Läufer, mit nichts anderem kommt unser Körper so gut zurecht, wie mit Gehen und Ausdauerlaufen. Und wenn wir damit Probleme haben, liegt das überwiegend an den vielen Dingen, die man dabei falsch machen kann.
Typische Fehler sind:
• zu intensives Training nach langer sportlicher Abstinenz: Zu schnell, zu weit,
• mangelnde Dehnung der Muskeln, bei reiferen Semestern oft Jahrzehnte lang vernachlässigt
• ungünstige Bedingungen: schlechtes Verhältnis von Kleidung zu Wetter, Schuhwerk zu Untergrund
• kein tägliches Laufen
Der Paradiesläufer in der großen Stufe fällt äußerlich damit auf, dass er gering- bis unbekleidet bei vermeintlich viel zu kaltem Wetter läuft. Wer nun meint, er müsse sich nur ausziehen und das nackte Joggen sei Paradieslaufen, der irrt sich gewaltig. Es würde fast an ein Wunder grenzen, wenn so wirklich der höchste Lauf- und Naturgenuss zustandekommen würde.
Es gibt nicht ohne Grund drei Stufen beim Paradieslaufen, auch wenn sicherlich der eine schneller als der andere die dritte, große Stufe erreicht.
Paradieslaufen bedeutet, von beliebiger Ausgangslage (unabhängig von Alter, körperlicher Kondition, Wohnort, finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten) das Maximale an möglichem Lauf- und Naturgenuss zu machen. Dies wird für den betagten Mitbürger in einer tristen Großstadt anders aussehen als für einen jungen Erwachsenen in günstiger Naturlage. Aber jeder kann täglich vor die Tür, kann gering bekleidet, weitgehend anstrengungs-, schweiß- und erschütterungsfrei eine Runde laufen, dabei viel Freude erleben und ganz nebenbei eine Menge für seine Gesundheit tun. Das ist der Kern des Paradieslaufens, aus den vorhandenen Möglichkeiten täglich das Maximale an Genuss ohne Reue herauszuholen, sich viel zu gönnen, sowohl der Psyche als auch dem Körper.
Die drei Stufen
Wir unterscheiden in:
Kleines Paradieslaufen:
Der niederschwellige Einstieg. Entscheidend ist allein, dass man etwas macht – und da darf man gern mit einer Minute und 10 Schritten beginnen -, dass es Freude bereitet und dass man es regelmäßig macht (möglichst schon täglich).
Mittleres Paradieslaufen:
Hier ist die ganze Breite oberhalb des kleinen Movehacking, ohne bis zur letzten Konsequenz des kompromisslosen großen Movehacking zu gelangen. Dies kann am Entwicklungsstand liegen, an ungenügenden örtlichen Möglichkeiten oder an der persönlichen Einstellung, nicht „so weit“ gehen zu wollen.
Dazu werden die Angebote darauf geprüft und getestet, was für einem selber am angenehmsten ist: Kommt (schon) Barfußlaufen infrage? Bin ich (schon) bereit und habe die örtlichen Möglichkeiten, das Laufen als Nacktsport zu betreiben? Bin ich in der Lage, trotz verschiedenster Tagesanforderungen immer eine Möglichkeit zum Movehacking zu finden?
Großes Paradieslaufen:
Hier geht es nicht darum, irgendetwas Gesundes und irgendetwas Angenehmes zu machen, hier geht es darum, kompromisslos DAS Angenehmste und gleichzeitig kompromisslos DAS Gesündeste zu machen: Das tägliche Natur-Pur-Ur-Kurzschritt-Tanz-Geh-Laufen, nahezu anstrengungs-, schweiß- und erschütterungsfreie Laufen in schöner Natur. Mit Begeisterung (und Anstand!) im Adamskostüm, außer das Wetter verlangt Kälte- und Nässeschutz an Händen und Füßen (oder sogar Kopf). Nichts hält dich von deinem täglichen Paradies ab (außer echte Katastrophen).
Du achtest auf deinen Körper, spürst, was dieser verlangt. Du hörst auf deine Psyche, weil sie dir sagt, was für dich angenehm ist und was nicht. Allein das zählt. Innerhalb der gesetzlichen Möglichkeiten wird alles ausgereizt, was Lauf- und Naturgenuss und gesundheitlichen Nutzen erhöht, alles unterlassen, was Lauf- und Naturgenuss schmälert.
Die Grenzen unserer liberalen Rechtsprechung ausnutzen zur Wiedervereinigung (wie 1925) von kultivierter Nacktheit mit dem Natur-heilt-Gedanken (Naturheilbund) zur FKK 4.0.
Die fünf Säulen
Spezielle Prioritäten
• Das Entscheidendste beim Paradieslaufen ist der Laufgenuss, und damit der Körper- und Naturgenuss, das Ablegen der Alltagsprobleme, das Eins-Werden mit der Natur.
Es wird alles unternommen, was dem dient, alles unterlassen, was dem entgegenwirkt. Das klingt einfach und logisch, erfordert aber Reflexion, Ehrlichkeit und Mut zu Neuem.
Der Einstieg kann ganz niederschwellig beginnen: nur eine Minute am Tag, 10 Schritte laufen. Es besteht weder zu Beginn noch zu irgendeiner späteren Zeit das Problem der Überwindung, wenn man immer daran denkt und danach handelt, dass der Körper- und Naturgenuss die oberste Priorität zu sein hat.
• Zweithöchste Priorität hat der gesundheitliche Nutzen: Kleidung auf Wetter abstimmen (Unterkühlung vermeiden); Überanstrengungen vermeiden; Risiken minimieren (z.B. weite Sprünge vermeiden); auf den Körper hören, bei Problemen langsamer laufen, gehen oder auch mal stehenbleiben; Laufstrecke immer nur so weit wählen, dass man ohne Probleme die Strecke ein zweites Mal laufen könnte.
Moderater Ausdauerlauf (Herz-/Kreislauf, antidepressiv, ...) bei Tageslicht oder gemäßigter Sonne (Vitamin D, antidepressiv, ...), mit starkem Schultereinsatz (Rückenbewegung), nahezu erschütterungsfrei (Knie- und Rücken schonend, für Übergewichtige geeignet, auch für Frauen als Nacktsport geeignet), nahezu anstrengungs- und schweißfrei (kaum Wasser- und Salzverlust, bereits für Anfänger angenehm) in schöner Natur (beruhigend, antidepressiv, naturverbindend, sinnstiftend, ...).
Spezieller Laufstil
• Gelaufen wird in betont kurzen Schritten. Es wird mit dem Vorfuß (Fußballen) aufgesetzt. Die Ferse berührt den Boden nur leicht (sie „küsst“ ihn). Dies alles bewirkt eine sehr geringe Aufprall-Energie und schont damit Knie und Rücken. Das Kurzschrittlaufen kann man sich gut im Sommer über das Barfußlaufen aneignen.
• Gelaufen wird mit betont starkem Einsatz der Schulter, ähnlich wie beim olympischen Gehen, allerdings bleiben die Arme betont gestreckt und weit nach unten, um die Nackenmuskulatur zu entlasten und mehr kinetische Energie zu generieren. Insgesamt reduziert dies die Aufprall-Energie nochmals und fördert massiv den Stoffwechsel in der Wirbelsäule.
Spezielle Bekleidungsregeln
Es soll zu jederzeit ein schweißfreies Laufen gewährleistet werden. Dies verhindert Wasserverlust, gewährleistet optimale Wärmeabgabe und damit Lauffreude und Gewichtsreduktion.
Gelaufen wird deshalb dem Wetter und der eigenen Kondition angepasst minimal bekleidet, idealerweise an entsprechend abgelegenen Orten barfuß bis zum Kopf. Dies bewirkt außerdem eine ganzjährig gemäßigte Aufnahme von Sonnenlicht zur Vitamin-D-Bildung und Stimmungsaufhellung. Barfußlaufen fördert die Fußgesundheit und hat positive Auswirkung auf den gesamten Organismus. Die hoch entspannende und psychisch befreiende Wirkung von Nacktheit kennt jeder, der bereits schöne Stunden beim Nacktbaden erleben durfte. Siehe auch Barmer-Krankenkasse: "Ein Hoch auf die Nacktheit!". Anfänger - oder wer aus sonstigen Gründen Probleme mit Nacktheit hat - laufen entsprechend leicht bekleidet.
Bei weniger warmen Wetter sind Hände und Füße gegen Unterkühlung zu schützen.
Die drei ersten Säulen führen zu einem nahezu anstrengungs-, schweiß- und erschütterungsfreien Laufen. Es ist eine entspannende Wohltat für Nerven, unteren Rücken; eine enorme psychische Befreiung: mit dem Ablegen der Kleidung in der Natur ein Ablegen der Alltagsprobleme; mit der Ausdauerbewegung und der damit verbundenen besseren Durchblutung eine Verbesserung aller durchbluteten Organe; durch die Beteiligung aller großen Muskelgruppen auch ein Stoffwechselaustausch in den angrenzenden, nicht durchbluteten Körperteilen (z.B. Wirbelsäule).
Es fördert einen aufrechten, schöneren Gang und trägt zur Figurformung bei: durch Ausdauerbewegung in Verbindung mit hoher Wärmeabgabe findet ein starker Fettabbau statt, während Po-, Bein- und Rückenmuskeln maßvoll aufgebaut werden.
Mit verbesserter Haltung, Gang und Figur kommt es zu einer verbesserten Ausstrahlung und besserem Selbstwertgefühl.
Naturverständnis und Naturverbundenheit werden hautnah gefördert.
Es gelingt auf sanfte Weise eine starke Abhärtung, was auch zu einer deutlichen Verringerung der Infektanfälligkeit führt.
Paradieslaufen ist selbst unter strengsten Corona-Auflagen möglich und zu empfehlen.
Stressiger Tag?! Wer den ganzen Tag 110 Prozent Leistung bringt, braucht darin auch eine Stunde mit 110 Prozent (möglichst aktiver) Erholung! Eine Oase zum Leben in einem Meer von Funktionieren!
Paradieslaufen spendet Lebensmut und Lebenssinn.
Besonders schamgeprägte, körperfeindliche, konservativ-prüde bis gymnophobe Menschen sehen in Nacktheit oft etwas Perverses und äußern sich dann auch entsprechend darüber.
Spezielle Verhaltensregeln
Hat man entsprechende örtliche Gelegenheit und entwickeltes Selbstwertgefühl, ist dann bei gering- bis unbekleidetem Laufen zu beachten, dass man sich gegenüber Bekleideten völlig normal verhält, nur räumlich etwas distanzierter. Der »Knigge für Nacktjogger« ist einzuhalten.
Laufspezifische Körperpflege
Tägliches Dehnen der wichtigsten am Laufen beteiligten Muskeln verhindert die Verkürzung der Muskeln (insbesondere der Wadenmuskeln beim Vorfußlaufen); außerdem: Faszientraining, Druckpunkte zum „Resetten“ von Verspannungen, Fußpflege zur Vermeidung von Schrunden.
Warum ist Paradieslaufen eine zeitgemäße, echte FKK?
Was man beim Stichwort »FKK« nachlesen kann, sind die einzelnen Zeit-Epochen: Während der Begründer der FKK (der FKK, nicht der Nacktkultur!), Adolf Koch, ganz zentral und nahezu ausschließlich die Gesundung und Gesunderhaltung der Menschen zum Ziel hatte, ist dieses Ziel in der zweiten zeitlichen Epoche der FKK (1933-1945) der körperlichen Ertüchtigung im Sinne der Rassen-Ideologie und zur Kriegsvorbereitung gewichen. Damit war die echte FKK gestorben. Adolf Koch konnte auch nach dem 2. Weltkrieg seine Ideen zur Gesundung und Gesunderhaltung unter Zuhilfenahme von Nacktheit nicht mehr umsetzen. In der prüden Adenauerzeit wurden ihm ständig Steine in den Weg gelegt, was im Rauswurf aus dem DFK gipfelte. Dies ist die dritte Epoche, in der von der Koch'schen, echten FKK nichts übrig blieb außer der Begriff. Den gesundheitlichen Nutzen von den unkonsequent angebotenen Sportmöglichkeiten in den FKK-Vereinen kann man vernachlässigen.
Seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wird der Begriff »FKK« inflationär für alles missbraucht, was irgendwie mit Nacktheit in der Freizeit zu tun hat, eigentlich immer, ohne dass dabei tatsächlich eine Körperkultur stattfindet.
Mit dem Paradieslaufen tritt man in die Fußstapfen von Adolf Koch, indem bewusst die aktuellsten (zeitgemäßen) gesundheitlichen Problemfelder angegangen werden: Bewegungsmangel, Übergewicht, Mangel an Tages- und Sonnenlicht, Mangel an psychischer Ausgeglichenheit usw.. Zum Paradieslaufen gehören auch Dehnübungen und Fazienrollen. Dies sind die aktuellen Mittel der Wahl zur Steigerung der Beweglichkeit, die Koch noch durch Gymnastikübungen behandelt hat (nicht mehr optimal, damit nicht mehr zeitgemäß).
Das "zeitgemäß" drückt sich auch darin aus, dass heutzutage in unserer recht liberalen Rechtsprechung ein Nacktjoggen in abgelegener Gegend möglich ist und damit das Paradieslaufen erst besonders einfach möglich macht. Oder anders ausgedrückt: Das Paradieslaufen nutzt die gegenwärtigen rechtlichen Rahmen aus.
Rechtlicher Hinweis
Der bloße Zustand des Unbekleidetseins ist in Deutschland nicht verboten. Rechtlich relevant sind nicht Körper oder Bekleidung, sondern Verhalten, Absicht und Wirkung. Paradieslaufen versteht sich ausdrücklich als sportliche Betätigung ohne erotische oder sexuelle Intention, ohne entblößendes Verhalten im strafrechtlichen Sinne und ohne Belästigungsabsicht. Die Teilnahme erfolgt unter Beachtung geltender Gesetze sowie eines verbindlichen Verhaltenskodexes. Die rechtsstaatlichen Möglichkeiten werden für eine gute Sache ausgeschöpft. Wir bleiben aber immer unterhalb der Grenze zur Ordnungswidrigkeit.
Zusammenfassung
Paradieslaufen ist ein natur-, körper- und bewusstseinsorientiertes Bewegungskonzept, das durch das Zusammenspiel eines schonenden Laufstils, gezielter Dehn- und Faszienarbeit, optimaler Thermoregulation bis hin zur Nacktheit als Idealfall sowie eines verbindlichen Verhaltenskodex darauf ausgerichtet ist, einen täglichen Hochgenuss zu bieten, ohne rechtliche oder finanzielle Folgeschäden. Der kostenlose tägliche Aktiv-Kurzurlaub, paradiesisch rein und angenehm, dabei hoch gesund und lebensverlängernd.
Paradieslaufen versteht sich als eine Form der FKK 4.0.
Mehr zum Paradieslaufen auf https://Lauflehrer.de
Speziell auch die FAQs: https://lauflehrer.de/faq-kew-movehacking-longevity-konzept/